Gemüserisotto ohne Risottoreis

Was soll ich euch sagen? Ich habe im letzten Jahr Risottoreis für mich entdeckt. Seine cremige Konsistenz passt perfekt zum frischen knackigen Gemüse – einfach herrlich. Ich kann schon gar nicht mehr mitzählen, wie oft wir uns eine Gemüserisottopfanne nach einem langen Arbeitstag gemacht haben. Super lecker und absolut schnell und einfach zubereitet. Tja nur was soll ich sagen? Als ich zum letzten Mal so richtig Heißhunger auf mein neues Lieblingsgericht hatte, hatte ich zwar genug frisches Gemüse, Brühe und auch Öl zu Hause nur der Risottoreis war leer. Na toll!

 

Beim Durchstöbern meines Küchenschranks fand sich nicht mal mehr gewöhnlicher Reis, nur noch ein Päckchen Milchreis … Milchreis? Das müsste doch eigentlich auch gehen, hat ja die gleiche Konsistenz. Und wie Fritz Fuchs immer gerne sagt: Versuch macht klug! Also ab damit in den Topf und losgekocht.
Und wer hätte das gedacht? Ich habe keinen Unterschied geschmeckt. Als alter Sparfuchs werde ich zukünftig wohl immer Milch- statt Risottoreis nehmen kostet er doch nur die Hälfte oder sogar noch weniger.

 

Vegane Gemüsepfanne für 2 Personen

250 gr Milch-/ Risottoreis
1 kleine Zwiebel
250 gr Pilze
250 gr Cherrytomaten
500 gr Paprika
etwas Ingwer
1 Knoblauchzehe
2 EL Tomatenmark
1 TL Cayennepfeffer
1 TL Oregano
1 TL Thymian
8 EL Öl
1 l Gemüsebrühe
Salz + Pfeffer
Zuerst die Zwiebel Schälen und kleinschneiden, nebenbei einen Liter Gemüsebrühe aufkochen. 4 El Öl in einem ausreichend großen Topf erhitzen, Zwiebel und Reis darin glasig werden lassen. Das ganze mit etwas Brühe ablöschen und solange köcheln lassen, bis der Reis die Brühe aufgesogen hat, dann wieder etwas Brühe dazugeben. Das ganze so lange wiederholen bis die gesamte Brühe verbraucht und der Reis cremig ist.
In der Zwischenzeit das Gemüse putzen und kleinschneiden. In einer Pfanne 4 El Öl zusammen mit den Gewürzen, dem gepressten Knoblauch und dem kleingewürfelten Ingwer heiß werden lassen. Das Gemüse kurz anbraten, sodass es zwar heiß aber noch knackig ist. Anschließend das Gemüse in den Topf mit dem Reis geben und das Tomatenmark unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.Ich würze die Gemüsepfanne anschließend gerne auch noch mit scharfer Chilisauce – die solltet ihr beim Servieren unbedingt mit auf den Tisch stellen, sollten eure Gäste es schärfer mögen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen!

Orangen-Bananen-Buttermilch mein absoluter Favorit

Als ich vor einiger Zeit bei einer Freundin zum Abendbrot eingeladen war gab es statt Nachtisch ein großes Glas Buttermilch mit einem Schuss Orangensaft. Ich war erst ein bisschen skeptisch über dieses Altherrengetränk, das ich nur von früher aus der Kartoffelsuppe kannte. Hab es dann aber ohne Murren gekostet und es für gut befunden. Sehr gut sogar. Seither kommt es immer öfter auch bei mir zu Hause auf den Tisch. Es ist erfrischender als ein süßer Nachtisch und irgendwie auch sättigender als ein Joghurt oder eine Banane zwischen Tür und Angel, wenn man eigentlich schon längst auf dem Weg zur Arbeit oder Uni sein sollte.

Das beste an dem guten Getränk ist, wie schnell es zubereitet ist. Ich presse dazu einfach eine Orange aus und gebe den Saft zusammen mit einer alten Banane und einem Glas Buttermilch in den Mixer. Kurz durchsurren lassen und fertig ist der gesunde Drink für Zwischendurch.

Ich fragte mich allerdings schnell, ob mein neues Lieblingsgetränk überhaupt so gesund ist. Ein Blick auf die Nährstofftabelle ließ mich aber aufatmen:
Calcium ist ausreichend vorhanden (109 mg auf 100 ml/ 1000-1500 mg Tagesbedarf), Lecithin ist gut für den Zellaufbau und Fettabbau und der Fettanteil liegt bei unter 1%. Puh! Nochmal Glück gehabt.


Buttermilch ist besonders gut um seinen täglichen Bedarf an Calcium zu decken (jetzt klinge ich schon wie die Tante aus der Milchschnittenwerbung), das, wie wir alle vom Grundschulzahnarzt gelernt haben: wichtig für Zähne und Knochen ist. Bisher hatte ich immer das Glück nach 5 Minuten Kontrolle wieder vom Zahnarztstuhl hüpfen zu dürfen, ohne dass weitere Behandlungen nötig waren. Vielleicht liegt das an den extra großen Portionen Kartoffelsuppe während meiner Kindheit 🙂

Lasst es euch schmecken und sagt mir Bescheid, wenn ihr noch weitere leckere Buttermilchrezepte ausprobiert habt.

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2. Türchen – Apfelküchleinrezept

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Apfelküchlein

1,5 kg Äpfel
400 gr Dinkelmehl
180 gr Kokosfett
150 gr Rohrzucker
4 Eier
1/2 Zitrone
1 Tütchen Backpulver
10 gr Vanillezucker*
1 TL Zimt
1 Prise Salz
Puderzucker zum Besträuen
Die 1,5 kg Äpfel schälen und in kleine Stücke schneiden, beiseite stellen. Das Kokosfett leicht erwärmen und mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Teig verrühren. Anschließend die Äpfel in den Teig geben und mit einem Holz oder Silikonlöffel so lange unterheben, bis die Äpfel mit dem Teig bedeckt sind. Der Teig geht beim backen stark auf, daher scheint die Masse im rohen Zustand aus zu vielen Äpfeln und zu wenig Teig zu bestehen, aber das ist das Geheimnis dieser kleiner Küchlein 🙂 Den Teig nun mit zwei Eßlöffeln auf ein, mit Backpapier ausgelegtem Belch portionieren. Die Masse reicht für etwa 3 Bleche. Das Ganze bei 180°C (Umluft) ca. 20 Minuten backen und goldbraun werden lassen.
Man kann den rohen Teig auch prima portnioniert einfrieren und die Küchlein schnell frisch zubereiten, wenn Überraschungsbesuch vor der Tür steht.

* Vanillezucker lässt sich ganz einfach selbst herstellen, in dem man ein leeres Honigglas (oder ähnliches) mit Rohrzucker fühhlt und zwei ganze Vanillestangen mit in das Glas legt. Das ganze muss dann etwa 3 Tage ziehen, bevor es verwendet werden kann.


Ich mache die Küchlein nun schon seit vielen Jahren und habe das Rezept immer mal wieder abgeändert und angepasst. Wer es lieber mit Butter machen möchte, muss dafür 250 gr einplanen. Das Kokosöl gibt dem ganzen aber nochmal einen ganz besonderen Geschmack und ist oft besser verträglich als so ein großer Batzen Butter.

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