Von Biokisten, Rezepten und Kochbüchern – Rezept: Tomatensuppe

Schon sehr sehr lange habe ich vor mir mal eine Biokiste zu bestellen. Doch irgendwas kam bisher immer dazwischen. Meist war es der Winter, der schneller kam, als ich dachte. Tja, und was soll ich euch sagen? Regionale Biokisten gibt es im Winter leider nicht. Irgendwann hatte ich es dann ganz vergessen, bis zur letzten Woche, als mir dank der Büchergilde ein neues Buch zustand. Da die Romane und Sachbücher mich nicht so vom Hocker hauten, entschied ich mich für ein Kochbuch.

Das besondere an diesem Kochbuch ist, dass die Rezepte nicht nach Kategorien wie Suppen, Beilagen, Fleisch und Fisch sortiert sind, sondern nach Gemüsesorten. Wie praktisch! dachte ich. Gerade wenn man eine Biokiste mit unbestimmten Inhalt bekommt und undefinierbare Dinge darin findet. Das Buch besticht durch wunderschöne Bilder und einfachen Rezepten. Was mir am besten gefällt sind die eigens zusammenstellbaren Gewürzmischungen für die es ganz am Anfang schöne Ideen gibt. Das gut ist, dass es „Gemüse kann auch anders“ nicht nur für Büchergildemitglieder gibt, sondern auch im freien Handel erhältlich ist. Das Buch war also gekauft, musste nur noch die Biokiste her. Das ging leichter als gedacht. Ich brauchte dazu nur auf www.ohne-barrieren-rostock.de ein Bestellformular ausfüllen. Ein paar Stunden später wurde meine Mail bestätigt. Dienstag konnte ich die Biokiste also ab 14 Uhr im CAP Markt um die Ecke abholen.

Das Warten war zwar fast unerträglich, aber die Vorfreude umso größer. Punkt 14 Uhr war die Kiste dann doch noch nicht da, also hieß es nochmal Beine vertreten, spazieren gehen und wiederkommen. Dann war sie aber endlich da und zu unserer großen Überraschung sollte sie plötzlich nur noch 10 € statt 12,50 € kosten. Zu Hause wurde gleich alles ausgepackt und begutachtet.

 

Was da nicht alles drin war! Und das passt alles in eine kleine Kiste?! Unglaublich.

500 gr Tomaten
900 gr bunte Tomaten
450 gr Zucchini
1 kg Mangold
1 Bund Kräuter
1 Bund Basilikum
1 kleines Sträußchen

Tomaten hatten wir nun also reichlich, aus der Biokiste, aus dem eigenen Garten und natürlich auch die besten von Papa. Was läge da näher als eine Tomatensuppe zu kochen?!

Das Rezept ist ziemlich simpel aber gut. Durch den frischen Geschmack der Orange ist es eine prima Suppe für heiße Tage. Und an den ersten kalten Herbsttagen kann man den Geschmack von Sommer noch ein letztes Mal mit den letzten Tomaten aus dem Garten probieren.


Orangen – Tomatensuppe mit Feta

Was wir dazu brauchen:

  • 1 kg reife Tomaten
  • 1 bio Orange
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 1 Stück Feta
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • Butter
  • 1 El Mehl
  • Thymian
  • 1/2 Bund Basilikum
  • Tomatenmark
  • Salz + Pfeffer
  • Cayennepfeffer
  • Crème fraîche

 

Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln und Basilikumblätter in einen Mixer geben und pürieren. Butter in einem Topf schmelzen lassen und Thymian, Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer kurz anbraten. Mehl dazugeben und mit einem Schneebesen schnell unterrühren. Alles mit 1/2 liter Gemüsebrühe ablöschen, anschließend auch das Tomatenpüree aus dem Mixer und den Feta (in Würfel geschnitten) dazugeben. Bei geringer Temperatur etwa 20 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen. Währenddessen die Schale der Orange abreiben, anschließend den Saft auspressen. Nach 20 Minuten Orangenschale in die Suppe geben und mit Tomatenmark, Brühe, Butter,  den Gewürzen und dem Orangensaft abschmecken. Mit einem Klecks Crème fraîche servieren. (Achtung Geheimtipp: Wer der Suppe einen ganz besonderen Pfiff geben möchte sollte ganz am Ende noch ein kleines Glas Schnaps, am besten Obstler, hinzugeben. Eine Freundin schwört darauf und ich habe bissher nur positive Kritik damit geerntet.)

Wer keinen Mixer hat, kann auch alles kleinhacken und in den Topf geben, das ganze muss dann nur etwas länger köcheln.

Viel Spaß beim Nachkochen – lasst es euch schmecken!

Hat vielleicht von euch jemand eine Idee, was ich mit meinem ganzen Mangold machen kann? Vielleicht kennt ihr ja noch mehr Rezepte, als die die in meinen Kochbüchern schlummern.

Merken

Merken

Merken

Merken

Körperbutter selber machen

Bei uns im Freundes- und Familienkreis sind selbstgemachte Geschenke gerne gesehen. Lieber noch als gekaufte. So bin ich stets auf der Suche nach schönen und vor allem nützlichen Geschenkideen, die man ganz einfach selbst machen kann. Meist fällt mir natürlich erst ein paar Tage vorher ein, dass ich schnell ein Geschenk brauche und da ist das selbermachen dann manchmal gar nicht mehr so leicht. In letzter Zeit habe ich dann gerne diese toll duftende Körperbutter verschenkt. Man braucht nicht viel, sie ist schnell gemacht und kam bisher immer super an.

Zutaten

  • 1 Tasse Kokosnussöl (gibt’s jetzt auch bei Rossmann)
  • 1/2 Tasse Shea Butter (aus der Apotheke)
  • Orangenextrakt oder ätherische Öle (auch bei Rossmann erhältlich)

          ergibt ein 0,5 Einweckglas (wie hier von Ikea)

Zubereitung

     (ca 1 h Verarbeitungszeit + 2 h zum Abkühlen)
   

Die Gläser am besten zuerst heiß ausspülen, damit sie möglichst steril sind. Oder in einem großen Topf auskochen. Derweil das Kokosnussöl und Shea Butter abmessen.

Der Begriff Kokosnussöl irritiert etwas, denn eigentlich ist es eine Masse und kein Öl. Die beiden Zutaten werden dann zusammen in einem Topf erhitzt, bis alles flüssig ist.
Anschließend das heiße Öl in eine temperaturresistente Schale geben und 10 Minuten abkühlen lassen. Dann etwa 20 Minuten in den Gefrierschrank damit (oder wahlweise auf den Balkon bei Minustemperaturen).
Das ganze sollte dann so aussehen. Nun mit einem Schaber die butterartige Masse in eine Rührschüssel geben und mit dem Rührgerät mindestens 3 Minuten durchrühren. 
Etwa 20 Tropfen der ätherischen Öle hinzufügen und weiterrühren, bis die Masse weiß wird.
Wer hat und möchte kann auch Lavendelblüten hinzufügen, die geben dem ganzen ein schönes Aroma und sehen außerdem schön aus.
Der Geruch der Shea Butter sticht auch noch stark hervor, wenn die Körperbutter fertig gerührt ist, aber keine Sorge, das ändert sich!
Die Masse in Gläser füllen und ein paar Stunden geschlossen und an einem kühlen Ort ruhen lassen. 
Sobald alles abgekühlt ist duftet die Körperbutter wie sie duften soll und hat eine Konsistenz wie Butter aus dem Kühlschrank. Auf der Haut schmilzt sie aber sofort und zieht blitzschnell ein.
Schleife drum und fertig!

Birne-Avocado Snack

Lange Zeit konnte ich weder Birnen noch Avocados irgendetwas abgewinnen. Doch dann wurde mir ein ähnlicher Teller wie dieser vorgesetzt und gesagt: „Koste mal, das ist gesund!“
Und da meine Mama mich mit dem Leitspruch erzogen hat „Wenigstens kosten, wenn’s dir nicht schmeckt bekommst du was anderes.“ war ich tapfer und kostete. Tatsächlich musste ich feststellte, dass die Kombi von einem langweiligen Geschmack und einem neuen wahnsinnig gut schmecken kann. Und nicht nur das, dank der Avocado macht dieses einfache, aber faszinierende Rezept auch wirklich satt.

https://www.dropbox.com/s/fs9ux20rdjuhs81/Birne-Avocado%20Snack%20Druck.jpg?dl=0